Was du über Milch wissen solltest

Stell dir eine saftige grüne Wiese mit jeder Menge Wildblumen vor, im Hintergrund ein Gebirgskamm. Auf einmal tritt eine Kuh ins Bild die gerade auf der Wiese grast. Diese idyllische Alpenromantik erträumt sich wohl jede Kuh. Mit der Realität hat dies allerdings nicht viel zu tun. Der Anteil an Bio Milch liegt bei lächerlichen 2,5%. Der Anteil kleinbäuerlicher Betriebe die eine nachhaltige Arbeitsweise haben, sich jedoch kein Label leisten können, wird hierbei nicht berücksichtigt. Allerdings wird dies den Anteil nicht sonderlich erhöhen. Bei 97,5% konventionell erzeugter Milch frag ich mich, wer in den Umfragen immer angibt er oder sie würde Bio bzw. nachhaltige Produkte bevorzugen.

 

Was du über Milch wissen solltest

Anknüpfend an letzte Woche ist das heutige Thema Milch und Milchprodukte. Milch ist eng mit dem Produkt Fleisch verknüpft, schließlich muss diese irgendwoher kommen. Dieses Jahr gab es wieder Proteste der konventionellen Milchbauern, weil die Preise in den Keller rauschten. Das es auch anders geht zeigen viele positive Beispiele, z.B. Upländer Molkerei. Milchprodukte sind besonders wertvolle Produkte, welche vollwertiges Eiweiß liefern und deshalb für meine Ernährung unerlässlich sind. Auch wenn ich keine Milch in unverarbeitetem Zustand vertrage, steht regelmäßig Bio-Magerquark auf dem Speiseplan.

Das miteinander fehlt

Nicht nur zwischen Konsumenten und Bauern, sondern auch zwischen Händler und Bauer. Das Überangebot an Milch hat den Bauern nicht gutgetan. Der Handel hingegen freut sich, wenn er den Preis weiter drücken kann. Wenn ihr ein wertvolles Lebensmittel ohne Schadstoffbelastung möchtet, sucht euch eine gute Molkerei in eurer Nähe und bezieht dort direkt oder kauft zumindest Bio Ware. Auch hier gilt, jeder entscheidet selbst welchen Kompromiss er eingeht. Die „übermilch“ ist die Heumilch, die sogar über 7% Fett enthalten kann. Wer mehr wissen möchte kann sich hier informieren: http://www.urgeschmack.de/heumilch/.Aber auch Vorzugsmilch ist von besonders hoher Qualität und diese sollte leichter zu bekommen sein als Heumilch.

Ernährungsphysiologische Eigenschaften

Da ich kein Ernährungsberater oder ähnliches bin möchte darauf hinweisen, dass ich nur auf einige Informationen eingehe die mir vorliegen.

Studien belegen, dass der Verzehr von fettarmen Milchprodukten zu einer Verringerung des Blutdrucks führen kann. Außerdem dienen Milch- und Milchprodukte zur Protein- und Vitamin B12 Versorgung. Studien zeigen jedoch, dass die empfohlene Zufuhr in Deutschland eher überschritten wird. Empfohlen sind 1-3 Portionen / Tag, das entspricht etwa 190 g / Tag. Allerdings mag ich keine Verallgemeinerungen. Jeder ist ein Individuum und sollte selbst bestimmen, wieviel Milchprodukte gut für ihn sind. Von einem zu hohen Verzehr insbesondere bei Produkten mit hohem Fettgehalt rate ich ab. Die Nährstoffdichte ist zu hoch bei einem zu geringen Sättigungseffekt (Genusseffekt ist natürlich wesentlich höher).

Besonders industriell-verarbeitete Produkte wie Fruchtjoghurt, Molkeprodukte oder Pudding sind angereichert mit Zucker und Hilfsstoffen, die der Gesundheit nicht unbedingt zuträglich sind. Konsumiert also lieber möglichst unverarbeitete Produkte (Magerquark, Joghurt, Rohmilch) und fügt selbst Geschmack zu durch z.B. selbstgemachtes Obstpüree.

Fazit

Jeder kann mit seinem individuellen Konsum etwas verändern! Wenn die Nachfrage nach guter Milch um 10% steigt, wird automatisch das Angebot nachziehen. Davon profitieren die Verbraucher genauso wie Landwirte, die wieder von ihrem Milchvieh leben können.

Peace, euer Tobi

 

Verwendete Quellen

 

https://www.foodwatch.org/de/informieren/bio-lebensmittel/mehr-zum-thema/zahlen-daten-fakten/

http://milchindustrie.de/marktdaten/erzeugung/milchanlieferung-biomilch/

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Gesundheit/Milch-und-Milchprodukte.pdf?__blob=publicationFile

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/01/Milch.xml

Bildquelle: https://pixabay.com/de/users/pixel2013-2364555/

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